Continental Bulldogs

VDH

Gesundheit
Unsere Ziele sind die Verbesserung der Rasseeigenschaften und somit auch die Minimierung von Krankheiten.
Jedes Familienmitglied ist auf HD, ED,  Herz , Patella, DNA Test und den Gendefekt für Cystinurie,
DVL2 & CMR
 untersucht. Seit 2024 wird auch der Camebridge Test durchgeführt. Rassespezifische Untersuchungen unserer Elterntiere sind selbstverständlich und gehören zu einem gesunden Züchterverstand dazu.
Vor jedem Wurf ist eine Herz und Gesundheitsuntersuchung unserer Mamas Pflicht. Auch während der Schwangerschaft befinden sich unsere Hündinnen in bester medizinischer Betreuung.
Unsere Welpen erhalten vor Abgabe einen Gesundheitspass sowie ein Gesundheitszeugnis unseres Tierarztes.


Patellaluxation
Die Verrenkung der Kniescheibe (Patella-Luxation) ist eine häufige Ursache von Lahmheiten bei Hunden. Vor allem kleine Hunderassen (insbesondere Zwergrassen, zum Beispiel Chihuahua, Jack-Russel-Terrier) sowie wachsende und ältere Hunde sind anfällig für eine Kniescheiben-Verrenkung.
Die Kniescheibe (Patella) ist ein flacher, scheibenförmiger Knochen, der vor dem Kniegelenk liegt. Bei der Patella-Luxation springt die Kniescheibe des Hundes aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkel-Knochen heraus. Dadurch kann der Hund das Bein nicht mehr richtig oder nur noch unter Schmerzen belasten.

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund ist eine genetisch bedingte Fehlbildung der Hüftgelenke. Nur äußerst selten entsteht sie im Laufe des Hundelebens durch Fehlhaltungen. Bei der HD wachsen die Hüftgelenke schief und sind unnatürlich verformt. Normale Bewegungsabläufe sind nicht möglich. Das schiefe Wachstum führt dazu, dass der Gelenkkopf nicht richtig in die Gelenkpfanne passt, sondern häufig herausspringt. Zudem reiben die Knorpel meist stark aufeinander, was unbehandelt starke Schädigungen des Knorpelgewebes nach sich zieht.
Die natürliche Stoßdämpferfunktion der Knorpel ist zerstört, der Knochen verändert sich und es kann zur Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) oder zu weiteren Knochenwucherungen kommen. Die Folge: Der Hund hat starke Schmerzen. Im schlimmsten Fall kann er das Gelenk gar nicht mehr bewegen.

Die Ellenbogendysplasie ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Fehlbildungen, die am Ellenbogengelenk auftreten können. Der Name dieser Erkrankung bedeutet wörtlich übersetzt „Verformung des Ellenbogens“. Wenn die Entwicklung der Ellenbogen bei heranwachsenden Hunden nicht gut verläuft, können diese Gelenke sich verformen. Meist tritt diese Fehlentwicklung bereits im Alter von 4 bis 12 Monaten auf. Manchmal handelt es sich um leichte Abweichungen, die für den Hund nicht allzu schlimm sind. Die Gelenke können aber auch stark deformiert werden. Der Hund hat starke Schmerzen und läuft mit lahmenden Vorderbeinen. Die Ellbogendysplasie kann schließlich den Knorpel in den betroffenen Gelenken schädigen. So endet diese Erkrankung meist in einer Arthrose.

Die Cystinurie ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung mit Transportstörung bestimmter Aminosäuren im Darmepithel und proximalen Nierentubulus. Folgen der Transportstörung:
Erhöhte Ausscheidung der Aminosäure Cystin über den Urin
Starke Akkumulation von Cystin im Harn
Auskristallisation von Cystin im Harn und Steinbildung
Erste Symptome ab einem Alter von 4-6 Monaten. Es kann zu einem lebensbedrohlichen Verschluss der Harnwege kommen.

Das sogenannte Robinow-Syndrom wird beim Menschen durch genetische Varianten in den Genen Dishevelled1 (DVL1) und 3 (DVL3) ausgelöst. Charakteristische Merkmale des Syndroms sind auffällige Gesichtszüge (prominente Stirn, weit auseinander stehende Augen, flacher Nasenrücken) sowie verkürzte Gliedmaßen und kardiale, orale und urogenitale Anomalien.
Die Rassen Englische Bulldogge, Französische Bulldogge und Boston Terrier zeigen einen rassetypischen Phänotyp mit einem breiten Kopf und einer kurzen Schnauze (Brachycephalie, sogenannte „Kurzköpfigkeit“), weit auseinander stehende Augen und eine geringe Körpergröße. Missgebildete, miteinander verwachsene oder fehlende Schwanzwirbel führen zu einer verkürzten Korkenzieherrute.
Es wurde eine genetische Variante des DVL2-Gens identifiziert, die in den drei Rassen fixiert vorliegt und mit dem rassetypischen Phänotyp einhergeht. Zudem korreliert die Variante mit Brust- und Schwanzwirbel-Fehlbildungen und trägt, zusammen den bereits bekannten Varianten in den Genen SMCO2 und BMP3, zum brachycephalen Phänotyp bei. Die Variante scheint dabei einem rezessiven Erbgang zu folgen, wobei sie in Bezug auf die Brustwirbel-Fehlbildungen eine unvollständige Penetranz zeigt, die sich von Rasse zu Rasse unterscheidet. Hinweise, dass die DVL2-Variante auch mit anderen Gesundheitsproblemen wie beispielsweise dem brachycephalen obstruktiven Atemwegssyndrom (BOAS) oder angeborenen Herzfehlern verknüpft sein könnte, sind jedoch noch Gegenstand aktueller Forschungen.
Neben den oben genannten Rassen konnte die DVL2-Variante im homozygoten oder heterozygoten Zustand auch bei folgenden Rassen gefunden werden: American Pitbull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, Shih Tzu, American Staffordshire Terrier, Bordeauxdoggen, Olde English Bulldogge und American Bulldogge. Bei diesen Rassen scheint die Variante ebenfalls mit dem brachycephalen Phänotyp sowie den Fehlbildungen der Schwanzwirbel assoziiert zu sein. Jedoch ist hier, im Gegensatz zu den Rassen mit Korkenzieherrute, die absolute Anzahl der Wirbel nicht reduziert und die Rute nicht komplett missgebildet. Zudem scheint bei diesen Rassen kein Zusammenhang zwischen der Variante und Fehlbildungen der Brustwirbel vorzuliegen, was aber auch durch die variable Penetranz bedingt sein könnte.

Die sogenannte canine multifunktionale Retinopathie (CMR) ist eine erbliche Erkrankung, bei der die Netzhaut  multiple Läsionen aufweist. Der genaue Verlauf der Erkrankung ist noch nicht vollständig geklärt und zusätzlich bei verschiedenen Rassen unterschiedlich. Meist zeigen sich erste Symptome bereits im Alter von vier Monaten und entwickelt sich anschließend nur langsam. In einigen Fällen verschwinden die Läsionen der Retina und treten zu einem späteren Zeitpunkt erneut auf. Die Symptomatik der CMR wird noch immer erforscht. Beeinträchtigung des Sehvermögens oder Sehstörungen sind für betroffene Tiere bislang nicht beschrieben.


Hinweis : Trotz aller Sorgfalt und Vorsichtsmaßnahmen kann es nie ausgeschlossen sein, das ein Hund im Laufe seines Lebens einmal krank wird. Wir geben unser Bestes um unseren Welpen ein qualfreies Leben zu ermöglichen, doch Mutter Natur hat Ihre eignen Regeln.